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Zentrumsvision und Programm-Ausrichtung

Zentrumsvision und Programm-Ausrichtung

 

Das Meditationszentrum Beatenberg ist ein Ort an welchem spirituelle Praxis im Sinne der Kultivierung und Befreiung von Herz und Geist gefördert wird. Die Belehrungen haben ihre Wurzeln in den Praxistraditionen des Buddhismus und das Hauptgewicht des Angebots liegt auf Vipassana-Kursen.

 

Es wird ein geschützter Rahmen geboten, um eine tiefgehende Herzens- und Geistesschulung zu ermöglichen. Dazu gehören:

 

- Einhalten der fünf oder acht ethischen 'Verhaltensregeln für Retreat-Teilnehmende' und Einhalten der spezifischen ethischen 'Verhaltensregeln für LehrerInnen'. Die fünf 'Retreat-Verhaltensregeln' gelten innerhalb der Zentrumsräume auch für das Hausteam und die Mithelfenden.

- Die Kurse finden im Schweigen statt. Dabei gibt es einzelne Ausnahmen, wie zum Beispiel reine Studienseminare, Familienkurse sowie Feiern oder Konferenzen.

- Die Kurse beinhalten einen konsequent auf spirituelle Praxis ausgerichteten Tagesablauf. Sie sind nicht im Sinne von Wellness oder Meditationsferien gestaltet.

 

Die Kurse enthalten möglichst wenig Elemente, die stark durch die Kulturen Asiens geprägt sind. Es werden vor allem die buddhistischen Meditationsformen der Sammlungs-, Gewahrseins- und Erkenntnispraxis und der einfachen Methoden zur Entwicklung von Liebe, Mitgefühl und Bodhicitta gelehrt. Eine beschränkte Zahl von buddhistischen Studienseminaren ist ebenfalls wünschenswert. Das Hauptgewicht der Kurse soll nicht auf Körper-Übungen, Energie-Praktiken, psychotherapeutischen Methoden oder Ratgeber/Lebenshilfe liegen.

Die in den verschiedenen Kursen des Zentrums gelehrten Methoden sollen untereinander soweit übereinstimmen, dass bei den Teilnehmenden mehrerer Kurse keine Verwirrung entsteht. Obgleich die Kurse buddhistisch ausgerichtet sind, dürfen Teilnehmende zu keinen religiösen Bekenntnissen gedrängt werden.

 

Es werden nur qualifizierte LehrerInnen zur Kursleitung eingeladen, die nachweisbar einer anerkannten buddhistischen Überlieferungslinie angehören und von ihren LehrerInnen zum Lehren ermächtigt worden sind. Alle Kurse werden von den Lehrenden auf Spendenbasis angeboten. Vorschläge betreffend Spendenhöhe werden nicht im Programm aufgeführt.

 

Die Lehre und Praxis des Dharma ist ein kostbares Gut, das allen Interessierten unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit und materieller Situation zugänglich sein sollte. Das Zentrum ist einem bescheidenen Wohnstandard verpflichtet und bietet die Infrastruktur seiner Kurse (Organisation, Beherbergung, Essen, etc.) zu niedrigen Kosten an. Finanziell Benachteiligte können die Kurse, im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Zentrums, zu vergünstigten Preisen besuchen, junge Erwachsene bis zum 26. Altersjahr ganz auf selbstbestimmter Spendenbasis.

 

Dies bedeutet, dass das Zentrum auf festangestellte Mitarbeitende angewiesen ist, welche bereit sind, zu einer relativ niedrigen Entlohnung zu arbeiten. Des Weiteren ist die unbezahlte Arbeit vieler temporär Mithelfender unerlässlich. Auch die umfangreiche Arbeit der StiftungsrätInnen und der Beisitzenden wird ehrenamtlich geleistet. Arbeit und Beitrag aller Beteiligten zur Führung des Zentrums sind in sich selber eine wesentliche Praxis des Buddha-Dharma und werden als solche betrachtet und anerkannt.

 

Da das Zentrum nicht gewinnorientiert ist - und dies unter den oben erwähnten Bedingungen auch nicht sein kann - ist es auf finanzielle Unterstützung in der Form von Spenden, GönnerInnenbeiträgen und Darlehen angewiesen. Auch diese Art der Hilfeleistung für das Zentrum wird als ein bedeutsamer Aspekt der Dharma-Praxis verstanden.

 

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